Zürich braucht Wohnungen – keine Investitionsbremsen

Die angekündigten Leerkündigungen in zwei Überbauungen in Zürich-Witikon sorgen verständlicherweise für Verunsicherung im Quartier. Klar ist: Solche Situationen sind für die Betroffenen schwierig. Die Wohnschutz-Initiative des rot-grünen Lagers bietet jedoch keine Lösung, im Gegenteil. Sie würde dringend benötigten Wohnraum verhindern statt – wie der Gegenvorschlag – die Folgen sozial abfedern.

Der «Blick» berichtete am Sonntag, dass in zwei Überbauungen in Witikon rund 200 Zürcherinnen und Zürcher ihre Wohnungen aufgrund von Leerkündigungen verlassen müssen. Für die betroffenen Mieterinnen und Mieter ist dies eine belastende Situation.

Auch für das Quartier stellt eine solche Häufung von Kündigungen eine Herausforderung dar. Der Präsident des Quartiervereins Witikon, Philipp Jung, hält gegenüber dem «Blick» fest: «Werden 100 Wohnungen gleichzeitig gekündigt, kann das Quartier das unmöglich auffangen.» Diese Kritik ist nachvollziehbar, Leerkündigungen sind schmerzlich.

Wohnschutz-Initiative ist keine Lösung

Klar ist: Es braucht Lösungen. Der falsche Weg ist jedoch die linke Wohnschutz-Initiative «Bezahlbare Wohnungen schützen. Leerkündigungen stoppen». Die Initiative würde Anreize für Investitionen in den Wohnungsbau verhindern. Die Folge wäre eine erhebliche Verschärfung der ohnehin angespannten Situation auf dem Zürcher Wohnungsmarkt.

Filippo Leutenegger, Präsident FDP Kanton Zürich, hält fest: «Wir müssen mehr bauen. Wohnschutz, wie ihn das rot-grüne Lager propagiert, ist eine asoziale Investitionsbremse. Wer es ernst meint mit bezahlbarem Wohnen, muss mehr ermöglichen und sozial abfedern, statt das Bauen mit falschen Regulierungen immer mehr zu torpedieren.»

Gegenvorschlag schafft Transparenz und Fairness

Statt schädlicher Regulierung braucht es wirkungsvolle Lösungen, die den Wohnungsmarkt nicht zusätzlich verzerren. Aus diesem Grund sagt die FDP klar Ja zum Gegenvorschlag zur Wohnschutz-Initiative. Dieser schafft mehr Transparenz bei baubewilligungspflichtigen Bauvorhaben, die 20 oder mehr Mietverhältnisse betreffen und nimmt die Eigentümerinnen und Eigentümer in die Pflicht. Sie müssen prüfen, ob Bauvorhaben im bewohnten Zustand oder gestaffelt umgesetzt werden können, um Kündigungen möglichst zu vermeiden oder deren Anzahl zu reduzieren. Zudem müssen Mieterinnen und Mieter frühzeitig informiert und bei der Suche nach einer neuen Wohnung unterstützt werden – sowohl innerhalb des eigenen Wohnungsbestandes als auch ausserhalb.

Der Gegenvorschlag nimmt die Sorgen der Betroffenen auf, schafft Transparenz, mindert die sozialen Härten und dies ohne, dass Bauen und Renovieren unattraktiv wird.

Kontakt:

  • Filippo Leutenegger, Präsident FDP Kanton Zürich, 079 447 99 07